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PIWI-WEINE

(Pilzwiderstandsfähige Trauben)

PIWI’s sind robuste Sorten, die nur wenige biologische Pflanzenschutzbehandlungen brauchen und deshalb sehr nachhaltig für die Umwelt sind.

Mit unseren PIWI’s können wir Ihnen Weine anbieten, die nach biologischen Grundsätzen im Weinberg und im Keller gearbeitet werden. Dies bedeutet, dass wir nur mit biologischen Produkten arbeiten (Pflanzenschutz, Dünger). Natürlich verzichten wir auch auf Herbizid, wie bei all unseren Reben.

Wieso behandeln wir nicht einfach unsere konventionellen Sorten biologisch? Normale Sorten sind sehr krankheitsanfällig und brauchen viel Schutz. Wenn man sie biologisch schützen möchte, wären sehr viele Pflanzenschutzbehandlungen nötig, was uns nicht nachhaltig erscheint. Unsere 2019 haben wir unsere erste PIWI (Divico) in Tschugg gepflanzt und konnten uns von ihren Stärken gegen Pilzkrankheiten überzeugen. Im Weinkeller konnten wir einen hervorragenden Wein kreieren (Divico rosé) der uns überzeugte und auch bei unserer Kundschaft gut angekommen ist.

2020 haben wir dann in Erlach Divico und Divona gepflanzt. Aus dem Divico von Erlach machen wir einen vollmundigen intensiven Rotwein, der im Barrique ausgebaut wird. Divona ist ein strukturreicher Weisswein mit feinem Bouquet von exotischen Früchten.

So können wir ihnen nun drei wunderschöne Piwiweine anbieten. Ein Weisswein – Divona von Erlach, ein Rosé – Divico Rosé von Tschugg und ein Rotwein – Divico Barrique. Mehr Infos der Weine im Sortenbeschrieb.

Kurze Geschichte der PIWI-Sorten

Angefangen hat es in Nordamerika. Von Mönchen aus Europa mitgenommene europäische Rebsorten wurden schnell krank durch einheimische Krankheitserreger (Falscher und echter Mehltau, Reblaus). Man erkannte das einheimische amerikanische Wildreben resistenter dagegen waren. 1750 wurden dann erfolgreich erste Kreuzungen von europäischen Sorten mit amerikanischen Wildreben gemacht.

Mitte des 19. Jahrhunderts erreichte dann die Reblaus, der falsche Mehltau und der echte Mehltau Europa. In den darauffolgenden Jahren gab es einen verheerenden Verlust an Rebflächen. Das Interesse an resistente Sorten wuchs. Es wurden viele neue resistente Sorten gezüchtet. In Frankreich wurde über ein Drittel der Rebfläche mit solchen Sorten bepflanzt.

Um 1900 wurde Kupfer und Schwefel als Pilzbekämpfung entdeckt, sowie die Pfropfung gegen die Reblaus. Das Interesse an resistente Sorten sank und ging in Vergessenheit. In Frankreich gab es sogar einen staatlichen Zwang zur Rodung resistenter Sorten.

Durch neue ökologische Erkenntnisse kam ab 1980 langsam wieder ein Interesse für resistente Sorten auf. Es wurde wieder geforscht und neu gezüchtet.

Das Geheimnis der PIWI’s

Resistente Rebsorten haben eine dickere Wachsschicht auf der äusseren Zellschicht (Epidermis) als bei europäischen Sorten. Dadurch fliesst Regenwasser besser ab und trocknet schneller ab, was das Pilzwachstum hemmt. In der Epidermis wird auch mehr Silizium eingelagert als bei europäischen Sorten. Die Aussenhaut wird dadurch stabiler und der Pilz hat mehr Mühe ins Pflanzengewebe einzudringen. Auch die Unterseite des Blattes ist gut vom Kontakt der Pilzsporen geschützt, weil sie sehr uneben ist und oft behaart.

Bei hohem Infektionsdruck kann es aber trotzdem sein, dass ein Pilz eindringen kann. Die Rebe hat dafür zwei sofortige Notwehrmechanismen und darauffolgende Abwehrkräfte.

Notwehr:

· Bildung eines Kallusstoffes (Wundgewebe) das den Zugang in die Spaltöffnung des Blattes verriegelt.

· Ist der Pilz schon eigedrungen und wächst, lässt die Rebe eigene noch intakte Zellen um den Pilzrasen absterben (Nekrosenbildung) und isoliert so das Pilzgeflecht.

Abwehrkräfte:

Die Aktivierung der Abwehrkräfte beginnt sofort mit den ersten Infektionsversuchen des Pilzes. Die Rebe produziert innert Stunden Stoffe her, welche die Abwehr der Rebe stärken.

· Verstärkte Siliziumeinlagerung

· Verstärktes Wachstum der Wachsschicht

· Selbst hergestellte Stoffe die den Pilz abtöten (z. B. Viniferin und Resveratrol).

· Bildung andere Stoffe die vor Pilzbefall schützen, nämlich Anthozyane (rote Farbstoffe) und Polyphenole (Gerbstoffe) wie z.B. Quercentin.

Diese Stoffe sind bei resistenten Sorten massiv stärker konzentriert als bei den europäischen Sorten.

Übrigens. Diese Stoffe (Antioxidantien) sind auch für uns sehr gesundheitsfördernd!

PIWI-Trauben sind robuste Traubensorten, die nur wenige biologische Pflanzenschutzbehandlungen brauchen und deshalb sehr nachhaltig für die Umwelt sind.

Mit unseren PIWI-Weinen können wir Ihnen Weine anbieten, die nach biologischen Grundsätzen im Weinberg und im Keller kultiviert und gekeltert werden. Für den Pflanzenschutz und die Düngung werden – wenn überhaupt – nur  biologische Produkten verwendet und auf Herbizide wird, wie übrigens bei allen unseren Reben, selbstverständlich verzichtet.

Wieso behandeln wir nicht einfach unsere konventionellen Sorten biologisch? 
Normale Sorten sind sehr krankheitsanfällig und brauchen viel Schutz. Wenn man sie biologisch schützen möchte, wären sehr viele Pflanzenschutzbehandlungen nötig, was uns nicht nachhaltig erscheint. 

2019 haben wir unsere erste PIWI-Reben (Divico) in Tschugg gepflanzt und konnten uns von ihren Stärken gegen Pilzkrankheiten überzeugen. Der daraus entstandene Divico rosé wird von unserer Kundschaft sehr geschätzt.

2020 haben wir in Erlach Divico und Divona gepflanzt. Aus den Divico-Trauben produzieren wir einen vollmundigen intensiven Rotwein, der im Barrique ausgebaut wird. Divona ist ein strukturreicher Weisswein mit feinem Bouquet von exotischen Früchten.

Stand heute bieten wir ihnen drei wunderschöne Piwiweine an: